Übermäßiger Zuckerkonsum ist ungesund und erhöht das Risiko, Stoffwechselstörungen wie Diabetes und Übergewicht zu entwickeln. Bisher ging man davon aus, dass diese Stoffwechselstörungen die Ursache für eine verkürzte Lebenserwartung der Betroffenen sind. Eine internationale Studie legt jedoch nahe, dass erhöhter Zuckerkonsum das Leben unabhängig von Übergewicht und anderen Stoffwechselstörungen verkürzt. Als Ursache für die geringere Lebenserwartung vermuten die Forscher die Ansammlung von Harnsäure im Körper. Bei Tests mit Fruchtfliegen konnte der lebensverkürzende Effekt der zuckerreichen Nahrung durch erhöhte Wasserzufuhr reduziert werden. Genau wie Salz verursacht Zucker eine Dehydrierung. Diese Beobachtung veranlasste die Forscher dazu, das Nierensystem der Fliegen genauer unter die Lupe zu nehmen. Sie stellten fest, dass der Zuckerkonsum den Purinabbau der Fliegen störte und sich dadurch Harnsäure in ihrem Körper ansammelte. Diese Störung war der bestimmende Faktor für die verkürzte Lebenszeit der Fliegen, unabhängig vom Körpergewicht. Anschließende Untersuchungen bestätigten, dass die Aufnahme von Zucker auch beim Menschen mit einer schlechteren Nierenfunktion und höheren Harnsäurewerten im Blut einhergeht; die Erkenntnis ist daher wohl auf den Menschen übertragbar.