Wer täglich ein sieben- bis achtminütiges Minimalprogramm an Bewegung absolviert, kann das Erkrankungsrisiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und Diabetes um 20 Prozent senken. Diese Erkenntnis wurde bereits anhand zahlreicher Studien gewonnen und auf der 84. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim zusammengefasst. Damit die positiven Auswirkungen zum Tragen kommen, müssen entsprechende Hormone ausgeschüttet werden – das geschieht allerdings erst, wenn die Bewegungen mit einer deutlichen Zusatzbelastung für das Herz erfolgen. Geeignet sind unter anderem zügiges Spazieren, Joggen oder Nordic Walking.
Bereits nach sechs bis acht Wochen sollen sich auf diese Weise der Muskelstoffwechsel und die Gefäßelastizität deutlich verbessern sowie die diastolische Herzfunktion steigern lassen. In Summe seien die Effekte vergleichbar mit einer kontinuierlichen, zweijährigen Gewichtsreduktion um 20 Kilogramm, so der Tenor des Tagungsberichts. Kontinuierliche Bewegung führt zusammen mit einem gesunden Lebensstil zum Abbau von Körpergewicht. Dadurch sinkt auch der Anteil eingelagerter Fette in der Leber, was schließlich das Diabetesrisiko verringern kann.