Wenn der Körper zu wenig Insulin produziert oder auf das Hormon nicht mehr ausreichend reagiert, können die Körperzellen den durch die Nahrung bereitgestellten Zucker nicht mehr aus dem Blut aufnehmen. Einerseits führt das zu einem Energiemangel in den Zellen. Andererseits steigt der Blutzuckerspiegel an – mit fatalen Folgen für den ganzen Körper.

Oft bleibt die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) lange unentdeckt, weil keine spezifischen Symptome auftreten. Mit mehr als 7 Millionen Betroffenen allein in Deutschland ist sie aber längst zu einer Volkskrankheit geworden, die nicht nur die Patienten, sondern auch das Gesundheitssystem belastet. Die Ursache der Stoffwechselkrankheit ist ein Mangel an Insulin – einem Peptidhormon, das nach der Nahrungsaufnahme von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet wird und die Körperzellen dazu veranlasst, Glukose aus dem Blut aufzunehmen (s. Abb. 1). Ein Mangel an Insulin führt dazu, dass die Körperzellen schlechter mit Zucker aus dem Blut versorgt werden und dadurch „hungern“. Gleichzeitig verbleibt mehr Zucker im Blut, wodurch eine chronische Überzuckerung des Bluts (Hyperglykämie) entsteht, die vor allem Schäden an Blutgefäßen verursachen kann.