Zink wird zur Stärkung des Immunsystems und zur Vorbeugung von Atemwegserkrankungen eingesetzt. Gibt es dafür eine ausreichende Evidenz? In vitro konnte Zink zeigen, dass es gegen die meisten viralen Erreger von Atemwegserkrankungen wirkt – inklusive Coronaviren. Ob sich dieser Effekt auch auf die In-vivo-Situation übertragen lässt, hat ein australisches Forscherteam um Professor Dr. Jennifer Hunter von der Western Sydney University in Penrith jetzt untersucht.

Das Team hat dazu 28 klinische Studien mit insgesamt 5446 erwachsenen Teilnehmern zum Thema Zink bei Atemwegserkrankungen ausgewertet. Das Review beschränkt sich auf englisch- und chinesischsprachige Datenbanken.

Je nach dem, ob Zink zur Prophylaxe oder zur Therapie eingesetzt wurde, schwankte die Dosierung deutlich. Die verwendeten Salze waren das Acetat und das Gluconat, zur Verwendung kamen Lutschtabletten, Nasensprays und Gele.

Obwohl bezüglich Galenik und Dosierung immer noch große Unsicherheit besteht, lässt sich in der Gesamtschau feststellen: Die Einnahme von Zink kann Atemwegserkrankungen vorbeugen und dabei helfen, sie schneller zu überwinden.

Quelle

Pharmazeutische Zeitung. n.rpv.media/424