Im Sommer 2017 waren Wolf-Dieter Storl und ich mit einer kleinen Gruppe in der Mongolei und in Sibirien unterwegs. Bei der Reise ging es vorrangig um eurasische Pflanzenheilkunde und Schamanismus.

Dort in den Steppen ist der Vorhang zur Anderswelt dünn und transparent, sodass das Manifeste und Feinstoffliche einen viel engeren Kontakt haben als hier in Mitteleuropa. Dies ist keine verbrämte Esoterik von verklärten Spinnern, sondern von Jedem mehr oder weniger stark empfindbare Realität. Die Gruppenteilnehmer waren Ethnologen oder Therapeuten und standen mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen. Wie schön ist es doch, zu sehen, dass die beiden Welten ohne Grundsatzdiskussionen, ohne Wenn und Aber und ohne scharfe Abgrenzung ineinander übergingen und akzeptiert wurden!