Panorama
Naturheilpraxis 02/2022

Wissenswertes zur Intimhygiene

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Grundsätzlich sollte nur der äußere Bereich der Vagina gereinigt werden. Scheidenduschen oder -spülungen können die natürliche Scheidenflora irritieren und eher Infektionen begünstigen. Denn sie können die Milchsäurebakterien wegspülen, die für das saure Scheidenmilieu verantwortlich sind. Für die Reinigung des äußeren Bereichs genügt klares Wasser, weil die in Waschlotionen enthaltenen Tenside die schützenden Fettsäuren der Haut angreifen. Wer auf Intimwaschlotionen nicht verzichten möchte, sollte Produkte mit leicht saurem pH-Wert und ohne Duftstoffe verwenden. Da Waschlappen oder Schwämme ein günstiges Milieu für Keime darstellen, sollte darauf verzichtet werden. Eine übertriebene Intimhygiene kann Pilzinfektionen begünstigen. Prebiotische Präparate oder Milchsäurebakterien helfen dabei, die Vaginalflora bei Pilzinfektionen zu stabilisieren. Auch luftdurchlässige Unterwäsche bzw. Nachtwäsche sind zu empfehlen, ebenso das Schamhaar zu kürzen. Bei Scheidentrockenheit sollten – wenn möglich – Binden verwendet werden, denn Tampons saugen nicht nur das Menstruationsblut, sondern auch Scheidensekret auf.

Quelle

DAZ.online. n.rpv.media/4bm

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Naturheilpraxis 02/2022

Erschienen am 01. Februar 2022