Schwerpunkt
Naturheilpraxis 12/2018

Wichtige Laborwerte und deren Interpretation

Wenn wir von orthomolekularer Medizin sprechen, kommen wir nicht um die Untersuchung und Bestimmung verschiedener Laborwerte herum. Für die gezielte Diagnose und Therapie ist es notwendig, diese Parameter zu kennen. Doch gerade Werte, die wir nicht permanent benötigen, liegen schon einmal tief im Gedächtnis begraben. Daher folgt hier eine kleine Gedächtnisauffrischung und Erinnerungsstütze zu Laborwerten und deren Aussage.

Ein Beitrag von Otto Knes
Lesezeit: ca. 6 Minuten
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Kleines Blutbild

Das kleine Blutbild ist ein wichtiger Bestandteil der Laborroutine. Es gibt Auskunft über vorliegende Infektionen, Entzündungen, Anämien oder allfällige seltene Bluterkrankungen.
Neben der Bestimmung von Hämoglobin und Hämatokrit beinhaltet das Blutbild die Zählung von Erythrozyten, Thrombozyten und Leukozyten, ohne diese weiter zu differenzieren. Darüber hinaus werden sogenannte Indizes ermittelt, die eine weitergehende Aussage zu den Erythrozyten liefern.
Die einzelnen Parameter werden im Folgenden kurz erklärt.

Hämoglobin ist der Komplex aus dem eisenbindenden Porphyrinring (Häm), das an den zugehörigen Proteinanteil (Globin) gebunden ist. Ein niedriges Hämoglobin kann ein Hinweis auf eine Anämie sein, aber auch durch eine Verdünnung des Blutes zustande kommen. Ein hoher Hämoglobinwert lässt demgegenüber auf eine Austrocknung oder eine Vermehrung der Blutzellen schließen. Ein längerer Aufenthalt in großer Höhe führt wegen des Sauerstoffmangels ebenfalls zu einer Erhöhung des Hämoglobins. Da das Hämoglobin Bestandteil der roten Blutzellen ist, lässt sich diese Interpretation auch auf die Anzahl der Erythrozyten und auf den Hämatokritwert übertragen, der als Verhältniszahl die Anteile von flüssigen zu festen Blutbestandteilen widerspiegelt.

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Naturheilpraxis 12/2018

Erschienen am 01. Januar 2019