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Naturheilpraxis 12/2019

Wer rastet, der rostet

Die Redewendung könnte es kaum treffender auf den Punkt bringen: Bewegung tut gut. Und doch liefert der Volksmund für Bewegungsmuffel auch gleich die passende Ausrede – "Sport ist Mord". Wissenschaftliche Studien zeigen jedoch eindeutig, dass ein gesundes Maß an Bewegung einen wesentlichen Beitrag zur Krankheitsprävention und Linderung von Beschwerden bei einer Vielzahl von Erkrankungen leisten kann. Und nicht nur das. Bewegung verlängert die Lebenserwartung.

Ein Beitrag von Sabine Ritter
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2018 veröffentlichte die WHO einen globalen Aktionsplan zur physischen Aktivität 2018–2030 unter dem Motto „Mehr aktive Menschen für eine gesündere Welt“, da regelmäßige Bewegung einen nachweislichen Beitrag zur Prävention und Behandlung nicht übertragbarer Erkrankungen leisten kann. Hierzu zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen einschließlich Hypertonie und Apoplex, außerdem Diabetes, Übergewicht, Brust- und Kolonkarzinome. Unabhängig davon kann Bewegung einen effektiven Beitrag zur Verbesserung der mentalen Gesundheit und der Lebensqualität leisten. Dabei ist es gleich, ob man spazieren geht, schwimmt, Fahrrad fährt oder sich anderweitig bewegt (1).

Viele Publikationen konzentrieren sich auf die Zahl der täglich zurückgelegten Schritte, um die Wirkung von Bewegung zu untersuchen. 2011 kamen die Autoren eines wissenschaftlichen Reviews nach Auswertung von kontrollierten Studien zu dem Schluss, dass Gesunde täglich zwischen 4 000 und 18 000 Schritte gehen. 100 Schritte pro Minute weisen danach auf ein moderat intensives Gehen hin. Als Untergrenze legten sie die Zahl von 7 000 bis 8 000 Schritten fest. Sie empfehlen darüber hinaus, zusätzlich zu den alltäglichen Bewegungen an fünf Tagen 3 000 Schritte pro Tag zügig zu laufen. Ein wachsender Markt an Programmen (Apps) und Geräten unterstützt gesundheitsbewusste Menschen bei der genauen Erfassung ihrer entsprechenden täglichen Leistung. Andere Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass pro Woche 150 Minuten Sport mit moderater Intensität oder 75 Minuten mit starker körperlicher Anstrengung zum Erhalt der Gesundheit ausreichen. Wer sie verbessern will, sollte sich länger bzw. häufiger bewegen (2, 3).

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Naturheilpraxis 12/2019

Erschienen am 02. Dezember 2019