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Naturheilpraxis 02/2022

Wenn Arzneimittel zu Biofaktorenmangel führen

Viele Wirkstoffe von Arzneimitteln können die Aufnahme und Ausscheidung von Vitaminen, Mineralstoffen oder Spurenelementen beeinträchtigen. Folge ist ein Biofaktorendefizit und ein erhöhtes Risiko für weitere Gesundheitsstörungen. Insbesondere chronisch Kranke und ältere Patienten müssen häufig mehrere Medikamente über einen längeren Zeitraum einnehmen, was einen Biofaktorenmangel noch weiter verschärfen kann. Das Wissen um diese negativen Auswirkungen einer Pharmakotherapie auf die Vitamin- und Mineralstoffversorgung kann daher die ganzheitliche Patientenbetreuung deutlich verbessern.

Ein Beitrag von Dr. Daniela Birkelbach
Lesezeit: ca. 10 Minuten
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Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zeichnen sich im Organismus durch vielfältige pharmakologische Wirkungen aus. Diese Biofaktoren steuern zahlreiche Vorgänge im Stoffwechsel. Sie wirken als Antioxidantien, sind an wichtigen Enzymreaktionen wie beispielsweise der DNA- und RNA-Polymerase oder der Natrium-Kalium-ATPase sowie an komplexen körpereigenen Systemen wie dem Knochenaufbau, der Blutbildung oder Nervenfunktionen sowohl des zentralen als auch des peripheren Nervensystems beteiligt. Die größte Anzahl der Biofaktoren kann der Körper nicht selbst oder nicht in ausreichender Menge herstellen, sodass diese von außen über unsere Ernährung aufgenommen werden müssen. Außerdem kann bei Risikopersonen oder Erkrankungen eine erhöhte Zufuhr von Biofaktoren – zumindest über einen gewissen Zeitraum – nötig sein. Zu den Lebenssituationen, die den Biofaktorenbedarf erhöhen, zählen beispielsweise Wachstum, Schwangerschaft und Stillzeit, Leistungssport, Stress oder chronischer Alkoholabusus.

Senioren, Patienten mit chronischen Resorptionsstörungen und chronisch Kranke wie beispielsweise Diabetiker, Herz-Kreislauf-Patienten oder Tumorkranke sind Risikogruppen für einen Biofaktorenmangel und fordern in der täglichen Praxis noch mehr Aufmerksamkeit. Einer der Gründe, warum diese Patientengruppen hervorzuheben sind, ist deren oft langfristige Einnahme von Arzneimitteln, die die Biofaktorenbilanz verschlechtert. Hier sind gängige Arzneimittel wie Antibiotika, Säureblocker, Antidiabetika oder Lipidsenker zu nennen.

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Naturheilpraxis 02/2022

Erschienen am 01. Februar 2022