Immer positiv denken – das könnte auch für Patienten mit Schmerzen ein essenzieller Therapiebestandteil werden. Forscher der Universität Duisburg-Essen und des Universitätsklinikums Essen haben untersucht, welche nichtmedikamentösen Faktoren schmerzlindernd wirken. Dabei haben sie die erstaunliche Wirkung einer positiven Erwartungshaltung gegenüber einer Therapie seitens des Patienten entdeckt. Die Studie wurde mit 100 Brustkrebspatientinnen durchgeführt, bei denen eine Operation nötig war. Patientinnen, die vor der OP auf die voraussichtlich schmerzlindernde Wirkung einer unterstützenden Behandlung hingewiesen wurden, litten nach der OP weniger an Schmerzen. Die unterstützende Behandlung selbst, z. B. Akupunktur, war nicht der ausschlaggebende Faktor für die Schmerzreduktion. Entscheidend war vielmehr die positive Erwartungshaltung, die bei den Patientinnen schon vor der OP geweckt wurde. Diese Patientinnen berichteten über geringere Schmerzen und zeigten sich zufriedener mit der Schmerzmittelgabe. Weitere Studien müssen diese Ergebnisse nun verifizieren.