Verschiedene Naturstoffe können brasilianischen Forschern zufolge effektiv das Wachstum eines Magenkarzinoms hemmen und der Erkrankung sogar vorbeugen. Zu diesen Stoffen gehören Cholecalciferol (Vitamin D3), Curcumin aus der Gelbwurz (Curcuma longa), das Polyphenol Resveratrol, das unter anderem in roten Weintrauben oder Pflaumen vorkommt, und das Flavonoid Quercetin, das beispielsweise mit Äpfeln, Kirschen, Schwarzen Johannisbeeren oder Brokkoli aufgenommen wird. Auch Garcinol aus dem indischen Butterbaum und Natriumbutyrat, das vom Mikrobiom im Darm gebildet wird, zählen zu diesen Stoffen. Zu diesem Ergebnis kamen die Forscher bei der Auswertung von zahlreichen Studien. Die Wissenschaftler erklären die Wirkung dieser bioaktiven Stoffe in Nahrungsmitteln und Heilpflanzen mit ihrem Einfluss auf Histone. Eine Acetylierung oder Methylierung dieser Proteine, die sich im Zellkern befinden, beeinflusst die Expression von Genen und damit die Entstehung sowie das Wachstum von Tumoren. So hemmt z. B. Curcumin die Proliferation von Tumorzellen und induziert deren Apoptose. Garcinol mit seiner ähnlichen chemischen Struktur neutralisiert freie Radikale. Autorin: Sabine Ritter