Bei der Auswertung der Daten von fast 46 000 Personen stellten Forscher in Manchester fest, dass eine Gewichtsreduktion die Symptome einer Depression lindern kann. Die Wissenschaftler hatten Daten aus 16 klinischen Studien ausgewertet, die sich mit dem Zusammenhang von Ernährung und Depressionen bzw. Angststörungen befassten. Dabei stellten sie fest, dass die Umstellung auf eine gesündere Ernährung die Symptome einer Depression auch bei Personen linderte, bei denen die Erkrankung bisher nicht offiziell festgestellt worden war. Ängste wurden durch die Ernährung dagegen nicht beeinflusst.
Offensichtlich wirkt sich bereits die vermehrte Zufuhr von Ballaststoffen und Gemüse, begleitet von einer Reduktion von Fast Food und raffiniertem Zucker, positiv aus, eine spezielle Diät ist demzufolge nicht erforderlich. Wie die Ernährung die psychische Gesundheit beeinflusst, ist bisher allerdings noch unklar. Neben einer Gewichtsreduktion werden der Rückgang von Entzündungen und eine geringere Müdigkeit als mögliche Ursachen diskutiert. Frauen mit Depressionen profitieren von einer Ernährungsumstellung mehr als betroffene Männer. Darüber hinaus lässt sich der Effekt durch die Aufnahme von Sport oder mehr Bewegung steigern. Autorin: Sabine Ritter