Panorama
Naturheilpraxis 07/2022

Weniger Antibiotikaresistenzen bei ballaststoffreicher Ernährung

Lesezeit: ca. 1 Minute
Alexander Raths / shutterstock.com

Weltweit stellen Antibiotikaresistenzen ein Problem dar, das sich in den kommenden Jahrzehnten noch verschärfen wird. Eine Studie von Wissenschaftlern des Agricultural Research Service (ARS) fand heraus: Wer pro Tag mindestens 8 bis 10 Gramm lösliche Ballaststoffe zu sich nimmt, wie sie hauptsächlich in Getreide, Hülsenfrüchten, Samen und Nüssen sowie einigen Obst- und Gemüsesorten vorkommen, weist weniger antibiotikaresistente Mikroben in seinem Darm auf. Die Studie mit 290 gesunden Erwachsenen beleuchtete den Zusammenhang zwischen den genetisch kodierten Strategien der Mikroben in unserem Darmmikrobiom beim Kontakt mit Antibiotika und Ballaststoffen sowie tierischem Eiweiß in unserer Ernährung. Das Ergebnis legt nahe, dass der regelmäßige Verzehr einer ballaststoffreicheren und eiweißärmeren Kost mit einem geringeren Gehalt an antimikrobiellen Resistenzen in den Darmmikroben korreliert. „Unsere Ernährung bietet Nahrung für Darmmikroben. Dies alles deutet darauf hin, dass unsere Ernährung eine Lösung zur Verringerung der antimikrobiellen Resistenz sein könnte, indem sie das Darmmikrobiom verändert“, so Molekularbiologin Danielle Lemay vom ARS Western Human Nutrition Research Center in Davis, Kalifornien, und Leiterin der Studie. Um einen maximalen Nutzen zu erzielen, spiele noch vor den Ballaststoffen die Vielfalt der Ernährung eine wichtige Rolle.

Quelle

Bionity. n.rpv.media/4zf

Dieser Artikel ist erschienen in

Naturheilpraxis 07/2022

Erschienen am 01. Juli 2022