Akute Entzündungen können aufgrund der spezifischen Symptomatik fast immer dem jeweiligen Organ zugeordnet werden. Bei chronischen Entzündungen sind die Symptome diskreter und schwanken z. B. in der Intensität von Schmerzen, welche auf eine mögliche Lokalisation des Inflammationsortes hinweisen. Eine stille Entzündung (Silent Inflammation) macht so gut wie keine spezifischen Symptome und kann nur durch ein erweitertes Entzündungslabor festgestellt werden. Das Erkennen und die wirksame Behandlung von chronischen und stillen Entzündungen hat in der ganzheitlichen Medizin absolute Priorität.

Die wichtigsten Laborparameter zur Suche nach Entzündungen sind der CRP-Wert bzw. das hochsensitive CRP und die Zytokine TNF-α, Interleukin-1β und Interleukin-6. Um das grundsätzliche Entzündungspotenzial eines Patienten zu bestimmen, ist zudem die Messung des NF-kappaB sehr empfehlenswert. Sollten hier pathologische Ergebnisse vorliegen, muss der Herd gesucht (z. B. MRT, CT, Röntgen) und – falls möglich – saniert werden. Ein Beispiel für eine Herdsanierung ist die zahnärztliche Behandlung von Zahnfleischentzündungen oder beherdeten Zähnen. Andere Herde können den Tonsillen, den Adnexen oder dem Appendix zugeordnet werden. Neben der chirurgischen und ggf. erforderlichen antibiotischen Behandlung haben sich in unserer Praxis vor allem zwei Pflanzenextrakte besonders gut bewährt: Weihrauchextrakte und Curcuminextrakte werden bei unseren Inflammations-Hemmtests (lab4more, München) regelmäßig als biologische und gut verträgliche Entzündungshemmer positiv getestet. Durch den Einsatz dieser Nahrungsergänzungsmittel können wir fast immer das Entzündungspotenzial und die Freisetzung von Zytokinen wie TNF-α senken bzw. wieder in den Normalbereich bringen.