Bei Kleinkindern mit Übergewicht gilt es, schnell gegenzusteuern, sonst drohen ihnen metabolische Störungen wie Hypertonie, schlechte Blutfettwerte und erhöhte Insulinwerte. Das hat eine europäische Studie unter Federführung des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie (BIPS) gezeigt. Für die Studie wurden über 6 700 Kinder über einen Zeitraum von sechs Jahren wiederholt untersucht. Dabei zeigte sich, dass Kinder, die bei der ersten Messung metabolisch gesund waren, dies mit einer Wahrscheinlichkeit von 87 Prozent in den folgenden Jahren blieben. Kinder, die bei der Basiserhebung lediglich als abdominell übergewichtig galten, jedoch metabolisch gesund waren, entwickelten in 19 Prozent der Fälle in den Folgejahren mehrere Symptome des metabolischen Syndroms. Die Forscher schließen daraus, dass abdominelles Übergewicht bereits bei Kindern der Nährboden für metabolische Störungen wie Hypertonie, Diabetes oder Lipidstörungen ist. Entsprechend sei eine frühe Intervention wichtig. Denn die Studie zeigte auch, dass Kinder, die mehrere metabolische Störungen aufwiesen, diese über den gesamten Untersuchungszeitraum beibehielten.