Panorama
Naturheilpraxis 12/2022

Wechselwirkungen bei Parodontitis

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Zahnfleischentzündungen sind nicht nur ein lokales Problem, sondern öffnen dem Eindringen von Bakterien Tür und Tor. Neben der Zerstörung von Bindegewebe und Knochen des Zahnhalteapparats können daraus systemische Entzündungsreaktionen und wiederkehrende Bakteriämien resultieren, die viele chronische Erkrankungen auswirken. Doch auch umgekehrt können sich chronische Erkrankungen, wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Probleme oder Atemwegserkrankungen, nachteilig auf die Paradontitis auswirken, so Prof. Dr. Peter Eickholz und Prof. Dr. Bettina Dannewitz von der Klinik für Parodontologie der Universität Frankfurt. Rund 15 bis 20 % der deutschen Bevölkerung leiden unter schwerer Parodontitis. Diese beeinträchtigt nicht nur die Zahngesundheit, sondern auch die Gesamtgesundheit. Denn beim Zähneputzen und Essen gelangen über die Wundflächen immer wieder Bakterien in die Blutbahn. Dadurch wird der Serumspiegel des C-reaktiven Proteins, einem Messwert für Entzündungsreaktionen, bei Menschen mit Parodontitis deutlich erhöht. Auch auf eine Schwangerschaft kann sich somit eine bestehende Parodontitis negativ auswirken. Die Wissenschaftler fordern deshalb einen engeren Austausch zwischen Zahn- und Hausärzten.

Quelle

Medical Tribune. n.rpv.media/5fz

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