Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein übermäßiger Verzehr von stark zuckerhaltigen Getränken wie Limonade oder Eistee langfristig zu einer Insulinresistenz führt. Diese steht wiederum im Verdacht, das Risiko für Brustkrebs zu erhöhen – die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Wissenschaftler aus Spanien untersuchten knapp 11 000 Frauen im mittleren Alter und ermittelten mithilfe eines Fragebogens die Trinkgewohnheiten der Probandinnen. Innerhalb der Nachbeobachtungszeit erkrankten 100 von ihnen an Brustkrebs. Einige Studienteilnehmerinnen hatten bereits die Wechseljahre erreicht. Für diese postmenopausale Gruppe konnten die Forscher einen direkten Zusammenhang zwischen Brustkrebsrisiko und Softdrink-Konsum feststellen: Diejenigen unter ihnen, die regelmäßig Softdrinks zu sich nahmen, erkrankten deutlich häufiger am Mammakarzinom als Frauen, die die süßen Getränke nur selten oder nie tranken. Bei den Frauen, die die Wechseljahre noch nicht erreicht hatten, wurde dieser Zusammenhang hingegen nicht festgestellt. Ob die These der Forscher stimmt, dass Softdrinks das postmenopausale Brustkrebsrisiko erhöhen, müssen weitere Studien zeigen.