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Naturheilpraxis 08/2020

Wechseljahre – die Phase der Wandlung

Die Wechseljahre sind ein normaler Bestandteil des Lebens. Es handelt sich dabei um eine Wandlungsphase, in der die Produktion der Sexualhormone stetig abnimmt. Während einige Frauen in den Wechseljahren kaum Symptome aufweisen, leidet etwa die Hälfte unter Beschwerden. Aber auch Männer leiden an ihrer hormonellen Umstellung, z. B. in Form von Libidoverlust und Potenzproblemen. Da die Hormonspiegel sehr empfindlich reagieren können, bedarf es für die klassische Hormonen-Substitutionstherapie sehr viel Erfahrung. Es gibt aber auch Behandlungsansätze aus der Naturheilkunde mit einem wesentlich geringeren Nebenwirkungsrisiko.

Ein Beitrag von Lothar Ursinus
Lesezeit: ca. 7 Minuten

Beim weiblichen Geschlecht können die Wechseljahre auch als Wandlung von der irdischen zur geistigen Mutterschaft betrachtet werden. In dem etwa zwei bis vier Jahre dauernden Prozess verändert der Körper seine Hormonproduktion. Die Eierstöcke stellen ihre Hormonaktivität nach und nach ein. Zuerst produzieren sie weniger Progesteron, später auch weniger Östrogen, bis die Periode komplett ausbleibt. Während einige Frauen in den Wechseljahren kaum Symptome aufweisen, leidet etwa die Hälfte unter Beschwerden wie Hitzewallungen, Nachtschweiß, Vergesslichkeit, Konzentrationsschwäche, trockenen Schleimhäuten, Stimmungsschwankungen und Wassereinlagerungen.

Bei Männern verläuft das Schwinden der Hormone vergleichsweise unspektakulär und individuell sehr unterschiedlich. Hormonelle Turbulenzen, wie sie sich im weiblichen Körper um die 50 abspielen, bleiben dem Mann erspart. Vielleicht ein Grund, dass die Hormonumstellung von ihm nicht bewusst wahrgenommen wird. Außerdem ist er es weniger gewohnt, sich mit sich selbst auseinander zu setzen, in sich hineinzuhören und über seine körperlichen und seelischen Probleme zu sprechen. Tatsächlich aber klagen viele Männer jenseits der 50 über Beschwerden wie Libidoverlust und Potenzprobleme, schwindende Muskelkraft, Gewichtszunahme, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und depressive Verstimmungen. Sie leiden unter Ängsten und mangelndem Selbstwertgefühl, sind leicht gereizt und unausgeglichen. Die Symptome werden häufig mit einem altersbedingten Testosteronmangel erklärt.

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Naturheilpraxis 08/2020

Erschienen am 03. August 2020