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Naturheilpraxis 01/2023

Vorbeugung und Behandlung von Pilzinfektionen mit ätherischen Ölen

Pilzinfektionen sind weltweit auf dem Vormarsch. Die Erkrankungen sind meist nicht nur unangenehm und quälend, sondern auch langwierig und ansteckend. Ein schwaches Immunsystem oder eine gestörte Schutzbarriere der Haut erhöhen das Infektionsrisiko. Hier setzt die aromatherapeutische Behandlung von Mykosen an. Sie stärkt die körpereigene Abwehr und sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis der verschiedenen Bewohner unserer Haut.

Ein Beitrag von Anusati Thumm
Lesezeit: ca. 7 Minuten
Madeleine Steinbach / shutterstock.com

Pilze sind Schmarotzer, die sich von Hautpartikeln und Hornhautschuppen ernähren. Sie können Haut, Haarboden und Nägel, aber auch Schleimhäute, Verdauungstrakt und sogar Organe befallen. Durch ihre ausgeprägte Fadenstruktur (Hyphen) sind sie sehr widerstandsfähig und können gut auf der Haut anhaften.

Weltweit kommt es immer häufiger zu gefährlichen oder sogar lebensbedrohlichen Pilzinfektionen (Mykosen). Das liegt unter anderem daran, dass die Menschen in vielen Ländern immer älter werden oder eine verminderte Immunabwehr haben. Zu den am weitesten verbreiteten Pilzen zählt Candida albicans, ein Vertreter aus der Gruppe der Hefepilze. Er kommt natürlicherweise auf der Haut und den menschlichen Schleimhäuten vor und erfüllt dort, wie andere Mikroorganismen, spezielle Aufgaben. Neben den Hefe- gibt es unter anderem Faden- und Schimmelpilze. Der Einfachheit halber soll hier nur von diesen dreien die Rede sein.

Eine gesunde Hautflora zeichnet sich durch eine ausgewogene Symbiose verschiedener Hautmikroben aus. Problematisch wird es dagegen, wenn das natürliche Gleichgewicht der Haut und des Darmes gestört sind und eine Immunschwäche vorliegt. Dann verschiebt sich das Verhältnis zwischen „guten“ und „bösen“ Mitbewohnern, der Candida albicans beispielsweise kann überhandnehmen.