Panorama
Naturheilpraxis 09/2022

Vitamin-K-Stoffwechsel weiter entschlüsselt

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Vitamin K ist vor allem für seine Bedeutung im Zusammenhang mit der Blutgerinnung bekannt. Nun entdeckte ein Forscherteam von Helmholtz Munich unter der Leitung von Dr. Eikan Mishima und Dr. Marcus Conrad, dass die vollständig reduzierte Form von Vitamin K als fettlösliches Antioxidans wirkt und den ferroptischen Zelltod hemmt – eine natürliche Form des Zelltodes, bei der zelluläres Eisen eine wichtige Rolle spielt. „Überraschenderweise haben wir festgestellt, dass Vitamin K, einschließlich Phyllochinon (Vitamin K1) und Menachinon-4 (Vitamin K2), in der Lage ist, Zellen und Gewebe wirksam vor der Ferroptose zu bewahren“, so Dr. Eikan Mishima. Als treibende Kraft bei Alzheimer erhielt die Ferroptose in den letzten Jahren viel Beachtung. Eine Behandlung mit Vitamin K könnte somit eine neue Strategie zur Verbesserung der mit Ferroptose zusammenhängenden Krankheiten darstellen. Ein Team aus Wissenschaftlern um Dr. Markus Conrad hatte bereits 2019 das Enzym Ferroptose-Suppressor-Protein-1 (FSP1) als Inhibitor der Ferroptose entdeckt. FSP1 ist für den Vitamin-K-Reduktionsweg verantwortlich, der unempfindlich gegen Warfarin ist, eines der am häufigsten verschriebenen Antikoagulanzien. Dr. Marcus Conrad betont: „Unsere Ergebnisse verbinden die beiden Wissenschaftsgebiete der Ferroptoseforschung und der Vitamin-K-Biologie. Sie legen somit den Grundstein für die Entwicklung neuer therapeutischer Strategien für Krankheiten, bei denen Ferroptose eine Rolle spielt.“

Quelle

Informationsdienst Wissenschaft. n.rpv.media/57s

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