Die Gesundheit von Leber und Niere sowie ausreichend UV-B-Licht sind Garanten einer guten Vitamin-D-Versorgung des Körpers. Mein Beitrag möchte den Praxisnutzen von Vitamin D3 aufzeigen, der mit einer gezielten, individuell angepassten Substitution einhergeht. Für bestmögliche Stoffwechselfunktionen wäre ein Blutserumpegel von 40 ng/ml (100 nmol/l) die Voraussetzung.

Derzeit herrscht Uneinigkeit darüber, was denn eine gute Vitamin-D-Versorgung sei. Noch dazu gibt es sowohl für die Laborparameter als auch für die Supplemente zweierlei Maßeinheiten: national messen wir den Laborwert in ng/dl und verwenden µg für den Gehalt an Vitamin D3 in Nahrung und Nahrungsergänzung; international gebräuchlich sind Laborergebnisse in nmol/l und Internationale Einheiten (IE) für die Zufuhr.

2012 interessierte ich mich für Vitamin D, weil es die Insulinsekretion verbessern kann. 2011 hatte der große Vitamin-D-Kongress im Universitätsklinikum Charité in Berlin stattgefunden. Es folgte in Deutschland eine geringfügige Anpassung der Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für den täglichen Bedarf an Vitamin D3 (Colecalciferol) von vormals 400 IE Vitamin D3 auf 800 IE. In den Folgejahren machte ich die Erfahrung, dass der Serumpegel an Vitamin D-25(OH) von Erwachsenen, die täglich 1 000 IE oder Lebertran einnahmen, über den Winter merklich absank und am Ende der dunklen Jahreszeit im März im Vitamin-D-Mangel endete. Diesen findet man in Deutschland selbst am Ende des Sommers bei 30 % der Bevölkerung. Menschen mit starkem Übergewicht, mit dunklerem Teint, mit wenig Lichtkontakt oder Vorerkrankungen sind stärker betroffen.