Wer sich fleischlos ernährt, kann sein Risiko für ischämische Herzerkrankungen senken. Dies bestätigte jetzt die Auswertung der Daten einer britischen Kohorte mit mehr als 48 000 Menschen, von denen etwa die Hälfte über einen Zeitraum von durchschnittlich 18 Jahren Fleisch verzehrt hatte. Die andere Hälfte setzte sich zu ungefähr einem Drittel aus Pescetariern und zu zwei Dritteln aus Vegetariern zusammen. Unter Berücksichtigung von anderen Einflussfaktoren wie Bewegung, Alkohol- und Nikotinkonsum hatten Fischesser ein um 13 Prozent und Vegetarier ein um 22 Prozent reduziertes Risiko für ischämische Herzerkrankungen oder Apoplex, verglichen mit den Fleischessern. In 10 Jahren traten somit unter den Vegetariern 10 koronare Herzerkrankungen und 3 Schlaganfälle weniger pro 1 000 Personen auf als unter den Fleischessern. Allerdings erlitten die Vegetarier häufiger als die anderen Gruppen einen hämorrhagischen Schlaganfall. Dennoch überwogen die Vorteile der vegetarischen Ernährung diesen Nachteil. Autorin: Sabine Ritter