„Du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern. Die Bäume und die Steine werden dich Dinge lehren, die dir kein Mensch je sagen wird.“ Bernhard von Clairvaux

Als Jugendlicher kletterte ich, wenn ich ungestört sein wollte, auf „meine Buche“, deren weitverzweigtes Geäst zum Sitzen einlud, um mich dort im Schutz dichter Belaubung von Karl May über Felix Dahn zu Hermann Hesse und C. G. Jung vorzulesen. Es war ein heimeliger Ort voller Licht und Schatten, und wenn der Wind ging, hörte ich in den Blättern sein Rauschen. Selbst die Nässe eines Gewitters drang erst nach zehn Minuten bis zu mir vor. Nirgendwo fühlte ich mich so zu Hause wie dort, und nicht umsonst steht dieser Baum auch heute noch an seinem Platz und unter meinem Schutz – allem Grundstückspreiswucher und Innenraumverdichtungsdruck zum Trotz.