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Naturheilpraxis 09/2022

„Ursache von Krebs ist das Sauerstoffmangelsyndrom“

Sauerstoff ist essenziell für das Leben auf unserem Planeten, denn er ist der Brennstoff, den jede einzelne unserer Zellen zur Energiegewinnung benötigt. Welche Auswirkungen eine Sauerstoffutilisationsstörung hat und wie man ihr entgegenwirken kann, darüber sprachen wir mit dem Allgemeinmediziner sowie Arzt für Naturheilverfahren und Neuraltherapie Prof. Dr. Dr. med. Harry Lamers.

Im Gespräch mit Prof. Dr. Dr. med. Harry Lamers
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Herr Prof. Lamers, Sie sind einer der ganz großen Pioniere der Biologischen Medizin und Gründungs- und Vorstandsmitglied wichtiger Gesellschaften zur Komplementären Medizin. Was ist aus Ihrer Sicht das Hauptproblem der Schulmedizin?

Die medizinische Wissenschaft erforscht das biologische System Mensch nicht als einheitliches Ganzes. Es werden vornehmlich Teile des physischen Körpers biochemisch, molekularmäßig in Teilbereichen erfasst. Psychische Komponenten, aber auch Erkenntnisse der Physik werden kaum berücksichtigt. Dadurch ergeben sich klassisch-mechanische Betrachtungsweisen der Einzelteile und ein Spezialistentum, welche dem Phänomen „Leben als Ganzes“ nicht gerecht wird. Die klassische Medizin sollte das Wissen um die Kräfte der Energien, die auf die Atome und Moleküle einwirken, aus denen der biologische Mensch aufbaut, mit in ihr Denkschema einbeziehen. Denn das Lebendige als Ganzes ist mehr als die Summe seiner Teile.

Was ist aus Sicht der Biologischen Medizin die Ursache für die Entstehung von Krankheiten?

Ganz zentral für alle Stoffwechselprozesse im menschlichen Körper ist die Zellatmung, also die Energiegewinnung in der Zelle. Mithilfe der Mitochondrien wird während der Oxidation von Glukose zu Kohlendioxid, Wasser und Energie der Energieträger Adenosintriphosphat (ATP) gebildet. Störungen der Atmungskette führen zu einer Sauerstoffutilisationsstörung. Das dadurch getriggerte Sauerstoffmangelsyndrom ist die Ursache für die Verkrebsung der Zelle und viele weitere chronische Erkrankungen. Die Basis für diese Erkenntnis legten bereits Ende der 60er–Jahre die Wissenschaftler Dr. Dr. Paul Gerhardt Seeger, der damals sogar für den Medizin-Nobelpreis vorgeschlagen wurde, und Diplom-Biotechnologe Siegfried Wolz.

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