Tinkturen und Urtinkturen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit – bieten sie doch eine echte Alternative zu Tee, Tabletten oder Pulvern. Waren sie über Jahre in ihrer Vielfalt schwer verfügbar und aufgrund des Alkoholgehalts teilweise von Patienten verteufelt, so können sie gerade bei großen Krankheitsbildern – und dazu gehören die Herz-Kreislauf-Erkrankungen – wertvolle Dienste leisten.

Was hat es mit der Unterscheidung zwischen Tinktur und Urtinktur auf sich? Sind beide wirklich so verschieden, und ist der oft dreifach erhöhte Preis für Urtinkturen gerechtfertigt?
Grundsätzlich sind jedem phytotherapeutisch tätigen Arzt beide Begriffe bekannt. Den wenigsten erschließt sich aber, was diese voneinander unterscheidet. Um es kurz zu machen: Tinkturen sind vornehmlich 1:5-Auszüge, Urtinkturen dagegen nur 1:10-Auszüge. Dies bedeutet, dass jeweils ein Teil des Heilkrauts mit 5 bzw. bei Urtinkturen mit 10 Teilen Alkohol (Ethanol, meist 70%ig) extrahiert wird. Tinkturen sind in aller Regel also bei deutlich günstigerem Preis doppelt so hoch konzentriert wie Urtinkturen, was dem Phytotherapeuten vorteilhaft erscheinen dürfte.

Die zweite wesentliche Unterscheidung geht auf Samuel Hahnemann zurück, den Begründer der Homöopathie. Dieser ließ in seinem Organon (1), Vorgänger des heute verwendeten Homöopathischen Arzneibuchs (HAB), erklären, dass Urtinkturen als Grundlage und Ausgangsstoff homöopathischer Potenzierungen aus der Frischpflanze hergestellt werden müssten. Ein wesentlicher Unterschied, so möchte man meinen, da Tinkturen üblicherweise aus getrockneten Pflanzenteilen hergestellt werden.

Allerdings machte er eine Ausnahme für den Fall, dass Frischpflanzen nicht in akzeptabler Qualität verfügbar sind – beispielsweise aufgrund langer Wege über die Weltmeere oder über Land. Damals, ohne Kühlung und vernünftige vorherige Trocknung, verdarben Frischpflanzen schnell. Da aber etwa 85 % der heute verfügbaren Pflanzen aus Hahnemanns Sicht von „weit her“ angeliefert werden, dürfen hierfür getrocknete Pflanzenteile statt Frischpflanzen zu Urtinkturen verarbeitet werden.

Fazit: Würde man Tinkturen nur halb so konzentriert herstellen (also 1:10), wären diese zu 85 % mit allen auf dem Markt verfügbaren Urtinkturen identisch. Und da eine stärkere Konzentration ein absoluter Pluspunkt in der Phytotherapie ist (weniger Alkoholaufnahme pro Einmalgabe und deutlich kostengünstiger), spricht alles dafür – außerhalb homöopathischer Anwendungsweisen –, von Urtinkturen auf Tinkturen zu wechseln. Auch der Frischpflanzeneffekt gilt nur für ganz wenige Pflanzen wie Zwiebel oder Holunderblüte und rechtfertigt damit selten eine Extraktion.

Allgemein herzstärkende Mittel

Weißdorntinktur

Die vielleicht bekannteste Pflanze ist der Weißdorn, der sowohl in Tablettenform als auch in flüssiger Zubereitung wertvolle Dienste leistet. Dr. Ernst Gardemin fasst seine Wirkung in einem bekannten Gedicht (2) volkstümlich zusammen:

„Niemand sieht es dem Weißdorn an,
was er alles leisten kann:
Wenn ein Mensch mit krankem Herzen
vor Beklemmung, Angst und Schmerzen
Tag und Nacht verzweifelt klagt
und am Leben fast verzagt
nehm’ er voll Vertrauen nur
ein paar Tropfen der Tinktur
und sein Zustand, erst so kläglich,
wird bald wieder ganz erträglich.
Es beruhigt auch das Herz
und beseitigt Angst und Schmerz,
und der Schlaf, oft schwer gestört
binnen kurzem wiederkehrt.
Grad bei solchen Herzanfällen,
die den Kranken furchtbar quälen,
merke dieses Mittel dir
als ein Lebenselixir.“

Weißdornnnattalli / shutterstock.com
Weißdorn

Auch wenn diese Reime wenig wissenschaftlich anmuten, zeigen sie doch die große Bedeutung des Weißdorns in der modernen Phytotherapie. Er ist eine der am meisten untersuchten und wissenschaftlich aufgearbeiteten Drogen. Der Weißdorn führt zu einer Steigerung der Kontraktilität des Myokards (positiv inotrop), zu einer Erniedrigung des peripheren Gefäßwiderstands (Nachlastsenker), zu einer Erhöhung des Herzzeitvolumens und einer Zunahme der Herzleistung (6) sowie der Koronar- und Myokarddurchblutung. Zudem beeinflusst er die Reizbildung und die Erregungsleitung am Herzen (positiv chronotrop, positiv dromotrop, negativ bathmotrop) (5). Als wesentliche Inhaltsstoffe sind die oligomeren Procyanidine und verschiedene Flavonoide zu nennen.

Die renommierte NYHA (New York Heart Association) (3) nennt wesentliche Indikationen:

  • nachlassende Leistungsfähigkeit des Herzens schon bei geringen körperlichen Aktivitäten wie dem Umhergehen im Haus; Stadium I + II NYHA – leichte Einschränkungen der körperlichen Belastbarkeit; nach neuesten Studien sogar bei stark geschwächtem Herzen, NYHA III
  • Druck- und Beklemmungsgefühl in der Herzgegend
  • chronisches Cor pulmonale
  • leichte Formen bradykarder Herzrhythmusstörungen
  • altersbedingt nachlassende funktionelle Leistungsfähigkeit des Herzens („Altersherz“)

Die Weißdorntinktur wird erfahrungsgemäß gern als „Herzpflegemittel“ nach jedem bakteriellen und viralen Infekt gegeben (postgrippal).

Schlüsselblumen-, Mistel- und Gelbe-Taubnessel-Tinktur

Wie könnte man eine herzstärkende Tinkturenmischung besser ergänzen als mit einigen Millilitern Schlüsselblumentinktur? Als Tonikum bei Schwindelgefühl und Herzschwäche (5) bewährt sich die Schlüsselblume gerade in Kombination mit Weißdorn. Sie kann gut ein Viertel der fertigen Tinkturenmischung ausmachen.

Mistel, vor allem bekannt als Injektabilium in der Tumortherapie, sollte in keinem herzstärkenden Mittel fehlen. Sie sollte ebenfalls einen Anteil in der Langzeitbehandlung vor allem leichter Fälle von Bluthochdruck und zur Prophylaxe von Arteriosklerose ausmachen. Beginnende Arteriosklerose und Hypertonie (6) sind zwei der wesentlichen Vorboten einer Herzschwäche, da durch den dauerhaft erhöhten Druck auf die Gefäßwände eine übermäßige Anstrengung des Herzens und daraus schließlich eine Schwächung erfolgt. Arteriosklerose wiederum ist oft verantwortlich für einen hohen Blutdruck, da weniger elastische und vor allem engere Gefäße einen stärkeren Druck des Herzens erfordern, um das Blut durch den Körper zu pumpen. In der Praxis sind häufig Schilderungen des Patienten zu beobachten, er habe früher immer einen niedrigen Blutdruck gehabt und verstehe nicht, warum dieser nun im Alter hoch sei. Die altersbedingt schrittweise Verengung der Arterien führt schrittweise zu einer Erhöhung des Blutdrucks.

Ich persönlich finde die Zugabe von Gelber Taubnessel sehr vorteilhaft. In Mischungen bewährt sie sich – obwohl eigentlich ein Nierenmittel – als verstärkendes Element. Hierfür reichen erfahrungsgemäß schon geringe Mengen aus.

Hier eine mögliche Mischung, die von Fall zu Fall noch erweiterbar ist:

Schlüsselblumen-, Mistel- und Gelbe-Taubnessel-Tinktur

  • Weißdorntinktur 50 ml
  • Schlüsselblumentinktur 20 ml
  • Misteltinktur 20 ml
  • Gelbe Taubnessel 10 ml

M.D.S.: 3 × täglich 20–25 Tropfen in etwas Wasser.

Rhythmusstörungen

Besenginstertinktur

Bei Rhythmusstörungen sollte Besenginster als Kraut (Herba Sarothamni) oder Blüten (Letztere aber kaum noch erhältlich) nicht fehlen. Er ist unser potentestes pflanzliches Antiarrhythmikum durch das enthaltene (–)-Spartein (5). Tyramin als weiterer Inhaltsstoff kann als indirektes Sympathomimetikum (6) gelten, ist vasokonstriktorisch und blutdrucksteigernd.

Weißdorn-, Herzgespanntinktur und andere

Wie könnten wir Besenginster als intensive Basisdroge unter den Antiarrhythmika noch ergänzen? Ideal wäre der schon erwähnte Weißdorn, vor allem wenn das Herz seinen Rhythmus infolge seelischer Belastungen oder Stress (Steigerung des Sympathikotonus) verliert. Vielversprechend kombinieren ließe sich auch mit leicht sedierenden Pflanzen wie Baldrian, Melisse, Passionsblume oder Lavendelblüten (6). Der Patient dürfte in vielen Fällen gewillt sein, in den sauren Apfel des Ermüdens zu beißen, das diese Tinkturen nicht unerheblich hervorrufen.

Abrunden sollte man eine solche Mischung mit Herzgespannkraut (5), denn obwohl die enthaltenen Iridoide noch nicht vollständig wissenschaftlich untersucht sind, zeigt doch die Praxis, dass eine Aktivierung des Parasympathikus und damit ein Ruhezustand erreicht wird. Jedoch – und das ist der klare Vorteil – ohne eine zu starke Sedierung.

Folgende Mischung hat sich bewährt:

Besenginster- und Herzgespannkrauttinktur

  • Besenginstertinktur 30 ml
  • Herzgespannkrauttinktur 20 ml
  • Melisse 20 ml
  • Passionsblume 20 ml
  • Lavendel 10 ml

M.D.S.: 2–3 × täglich 20–30 Tropfen in etwas Wasser einnehmen.

Nervöses Herz und Roemheld-Syndrom

Lavendel, Hopfen und andere

Das nervöse Herz reagiert auf Außenfaktoren gern mit Herzrasen, Brustschmerzen und Atemnot, vielleicht sogar gepaart mit Ängstlichkeit oder innerer Unruhe. Es gilt als klinisch gesund, das Kardiogramm zeigt meist keinen Befund. Die Auslöser lassen sich bei näherem Betrachten leicht finden: Nikotin, Stress, Hektik, Lärm, auch starke Wetterkapriolen können das Herz nervös werden lassen. Typischerweise und erfahrungsgemäß sind die Patienten im Urlaub frei von Symptomen.

LavendelOHishiapply / shutterstock.com
Lavendel

Auch hier werden beruhigende Kräuter beigemengt, im Grunde die gleichen wie bei den Arrhythmien. Baldrian, Melisse, Lavendel, Hopfen schaffen ein mattes, schläfriges Gefühl, helfen aber fürs Erste recht gut.

Gelber-Jasmin-Tinktur

Gelber Jasmin (bekannter als Gelsemium in der Homöopathie) kann durch die enthaltenen Indolalkaloide (6) kardiosedativ wirken. Er beeinflusst das vegetative Nervensystem und unterstützt so bei Extrasystolen und funktionellen Herzbeschwerden. Cave: Gelber Jasmin ist eine kräftig wirkende Heilpflanze, und die Tinktur sollte langsam hoch dosiert werden.

Werden kardiale Beschwerden durch das Roemheld-Syndrom ausgelöst, ergibt eine Kombination mit karminativen Pflanzen wie Fenchel und Kümmel Sinn. Denn das Roemheld-Syndrom führt durch eine Ansammlung von Gasen im Magen-Darm-Trakt zu reflektorischen Herzbeschwerden.

Wenn die Schilddrüse Einfluss nimmt

Wolfstrapptinktur

Eine etwas andere Art nervöser Herzbeschwerden kennt man von Patienten, denen schon in der Praxis immer zu heiß ist und die oft eine gewisse innere Unruhe ausstrahlen.

Lycopus europaeus oder Wolfstrapp als Tinktur kann bei diesen vegetativ-nervösen Störungen Abhilfe schaffen: Leichte Herzrhythmusstörungen, evtl. begleitet von Angst, Unruhe, Schlaflosigkeit werden manches Mal durch Formen einer Schilddrüsenüberfunktion ausgelöst. Der Status der Schilddrüse sollte in jedem Fall vor Therapiebeginn abgeklärt werden, verengt sich der eigene Blick doch bei Herzbeschwerden sofort auf das Herz-Kreislauf-System. Lycopus rhythmisiert uns gewissermaßen wieder (4), wenn in Stresssituationen unser innerer Rhythmus verloren geht, wenn der Energiebedarf für die gleiche Leistung steigt und der Wirkungsgrad sinkt – denn das Organ für den Wirkungsgrad ist die Schilddrüse. Hyperthyreotisch steigt der Grundumsatz (Hitzegefühl des Patienten), und mehr Energie wird für die Aufrechterhaltung der Grundfunktionen benötigt. Lycopus kühlt diese Überhitzung gewissermaßen, bringt Rhythmus und Effizienz in den Energiehaushalt der Schilddrüse und damit des ganzen Körpers (Ökonomisierung der Herzleistung).

Herzgespanntinktur

Wenn Wolfstrapp überhaupt eine Ergänzung braucht, dann das Herzgespannkraut. Die Unterstützung bei nervösen Herzbeschwerden gilt nämlich auch im Rahmen einer ursächlichen Schilddrüsenüberfunktion (6). Gut wäre meines Erachtens ein Verhältnis von zwei Dritteln Wolfstrapp- zu einem Drittel Herzgespanntinktur, zwei- bis dreimal pro Tag eingenommen mit einer ansteigenden Dosierung. Lassen Sie den Patienten mit 10 Tropfen beginnen und die Dosis täglich um ein bis zwei Tropfen bis auf maximal 30 Tropfen steigern.

Koronare Herzkrankheit

Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist aktuell die häufigste Todesursache in der westlichen Welt. Sie führt nicht selten zum Herzinfarkt – insbesondere bei weiteren Risikofaktoren. Durch Verkalkung der Herzkranzgefäße wird das Herz selbst nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und versagt den Dienst. Neben einer Basistherapie mit Weißdorn sollte jeder Therapeut an nachfolgend beschriebene Mittel denken, wenn er seine Tinkturenmischung zusammenstellt.

Bischofskraut- und Arnikatinktur

Die Hauptbestandteile des Bischofskrauts (Ammi visnaga), die sogenannten Furanochromone, wirken phytotherapeutisch koronardilatierend und spasmolytisch (6). Dies führt zu einer Zunahme der Durchblutung gerade an den feinen Koronarien sowie der Bronchialmuskulatur (6).

BischofskrautNykolinium / shutterstock.com
Bischofskraut

Die orale Einnahme von Arnica montana bei KHK geht zwar an den heutigen Leitlinien vorbei, sie ist aber durchaus zu erwägen: Die Wirkung tritt schnell ein bei pektanginösen Beschwerden (6) und bei allgemeinen Herzstörungen infolge Arteriosklerose sowie bei Angina pectoris; es kommt zu einer Verstärkung der Kontraktionsamplitude und zu einer Steigerung der Herzfrequenz (5). Aufgrund des kardiotonen und vasomotorischen Effekts wirkt Arnica montana deutlich schneller als Weißdorn. Allerdings ist das Allergierisiko bei innerlicher Anwendung recht hoch. Allergieneigungen des Patienten sollten deshalb abgeklärt werden, zudem sollte einschleichend dosiert werden.

Galgant-, Buchweizentinktur und andere

Galgant bei pektanginösen Beschwerden ist seit langer Zeit etabliert. Er wirkt krampflösend auf die glatte Muskulatur des Herzens (6).

Buchweizenkrauttinktur ist mehr von präventiver Bedeutung und keine Lösung für den Akutfall. Seine Wirksamkeit bei Venenschwäche ist bekannt, aber die hier entscheidenden Durchblutungsstörungen der kleinsten Blutgefäße im und am Herzen können genauso behandelt werden.

In die gleiche prophylaktische Bresche schlagen uralte Hausmittel wie Knoblauch, Bärlauch und auch die Zwiebel als Tinktur. Es ist übrigens nie zu spät dafür, auch vorbeugend zu therapieren. Denn auch Patienten mit schweren Schäden am Herzen profitieren davon – nicht nur durch eine bessere Lebensqualität, wie häufig beschrieben. Machen sie ihren Patienten hier ausdrücklich Hoffnung, denn allein das sorgt für ein Nachlassen der stressbefeuernden Ängstlichkeit.

Weitere Herzkräuter

Aesculus-Tinktur (Rosskastanie) sollte bedacht werden bei chronisch venöser Insuffizienz, der Ursache von Begleitsymptomen wie Ödemen, Wadenkrämpfen, Juckreiz oder Schweregefühl in den Beinen. Aesculus besitzt die Kraft, Patienten wieder aufzurichten und entglittene Prozesse der inneren Führung unter Kontrolle zu bringen. Wie das Blut, das infolge venöser Insuffizienz nicht mehr ungehindert und kontrolliert zum Herzen zurückfließen kann.

Infrage kommt auch Notoginseng-Tinktur (Panax notoginseng), die neben einer adaptogenen eine vermutlich kardio- und endothelprotektive Wirkung besitzt. Untersuchungen zeigten u. a. zumindest eine Reduzierung von oxidativem Stress in den Kardiomyozyten sowie antithrombozytäre und antikoagulatorische Eigenschaften.

Und natürlich die Digitaloiddrogen wie Meerzwiebel, Adoniskraut, Oleanderblätter und Maiglöckchenkraut (Digitalis). Letzteres ist in mehreren verschreibungspflichtigen Fertigarzneimitteln im Handel, was eine sehr intensive Wirkung vermuten lässt.

Und last but not least Strophantustinktur, die aufgrund ihrer Verschreibungspflicht und mangelnden Verfügbarkeit etliche Jahre wenig verordnet werden konnte, aktuell aber eine Art Renaissance erlebt. Das enthaltene und wirkbestimmende G-Strophanthin leistet wertvolle Dienste, vor allem bei Bluthochdruck. Aber allein über Strophantus könnte man wohl mehrere Seiten schreiben, deshalb möchte ich hier zum Ende kommen.

Fazit

Die Welt der herzwirksamen Kräuter ist groß, doch sei angemerkt, dass bei schwerwiegenderen oder lebensbedrohlichen Erkrankungen das Fingerspitzengefühl eines kompetenten Arztes nötig ist. Wer schon Erfahrungen mit Tinkturen gesammelt hat, wird durch einschleichendes Dosieren und ein schrittweises Erweitern der Tinkturenmischung um einzelne Tinkturen kontrolliert dosieren und Problemen vorbeugen.

Literatur

1. Hahnemann S: Organon der rationellen Heilkunde, Dresden, 1810, und Organon der Heilkunst, Dresden, 1819 

2. Gardemin E: Homöopathische Reimregeln, Haug Verlag, 1998

3. Nationale Versorgungleitlinie chronische Herzinsuffizienz. n.rpv.media/2k6

4. Kalbermatten R, Kalbermatten H: Pflanzliche Urtinkturen, Wesen und Anwendung; AT Verlag, 2011

5. Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis; Springer Verlag

6. Bäumler S: Heilpflanzen Praxis heute, Band 2 – Rezepturen und Anwendung, Urban & Fischer Verlag / Elsevier GmbH