Die Haut ist mit einer Fläche von durchschnittlich 1,7 Quadratmetern und einem Anteil von rund 16 Prozent des Körpergewichts nicht nur das flächen- und gewichtsmäßig größte Organ des Menschen, sondern sie hat auch vielfältige Aufgaben. Wie die Haut aufgebaut ist und welche Funktionen sie erfüllt, wird in diesem Beitrag dargestellt.

Am offensichtlichsten ist die Funktion der Haut als Hüllorgan, das den Körper gegenüber der Umwelt abgrenzt, und zwar in beide Richtungen: So muss die Haut zum einen verhindern, dass schädliche Substanzen und Allergene ins Innere des Körpers gelangen. Zum anderen muss sie vermeiden, dass Wasser und Elektrolyte ungehindert aus dem Körper verloren gehen. Ebenfalls aus ihrer Rolle als Kontaktstelle zur Außenwelt ergibt sich, dass die Haut die erste Verteidigungslinie des Immunsystems gegen eindringende Krankheitserreger darstellt. Hier spielen vor allem die sogenannten Langerhans-Zellen eine Rolle, spezielle Abwehrzellen, die in der obersten Hautschicht patrouillieren und eingedrungene Krankheitserreger an das Immunsystem melden. Dabei muss die Haut in der Lage sein, zwischen gut und böse zu unterscheiden, denn ihre Oberfläche ist dicht besiedelt von nützlichen Mikroorganismen, die in ihrer Gesamtheit als Hautmikrobiom bezeichnet werden. Ist die Barrierefunktion der Haut oder ihre Wechselwirkung mit dem Mikrobiom gestört, können verschiedene Krankheiten entstehen, die von den Patienten oft als besonders belastend wahrgenommen werden, da die Symptome meist von außen sichtbar sind. Immerhin ist die Haut ein wichtiges Mittel für die zwischenmenschliche Kommunikation: Eine schöne Haut assoziieren wir mit Gesundheit, während Ausschlag und andere Hauterscheinungen bei vielen Menschen Widerwillen und die Angst vor Ansteckung auslösen. Nicht zuletzt ist die Haut auch ein großes und empfindliches Sinnesorgan, das über Berührungs- und Temperaturreize unsere Umwelt erfahrbar macht.