Der unerfüllte Kinderwunsch eines Paares kann durch die Depression des Mannes bedingt sein. Bei Frauen hat die Erkrankung dagegen keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit, sofern sie keine Antidepressiva einnehmen. Zu diesem Ergebnis kamen US-Forscher nach Auswertung der Daten von 1 650 Frauen und 1 608 Männern aus zwei verschiedenen Studien, in denen Paare wegen Unfruchtbarkeit medikamentös behandelt wurden.
Während bei fast 6 % der teilnehmenden Frauen eine Depression bekannt war, traf dies nur auf gut 2 % der männlichen Studienteilnehmer zu. Frauen, deren Depression nicht medikamentös behandelt wurde, wurden etwas häufiger schwanger als die nicht depressiven Teilnehmerinnen. Nahmen Frauen Antidepressiva, hatten sie je nach verabreichtem Wirkstoff ein erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt im ersten Trimenon. Litt dagegen der männliche Partner unter einer schweren Depression, trat eine Schwangerschaft deutlich seltener ein. Autorin: Sabine Ritter