Übergewicht und Adipositas unter Kindern und Jugendlichen sind in Deutschland nach wie vor weit verbreitet. Immerhin steigt die Zahl nicht weiter an. Das geht aus einer groß angelegten Längsschnittstudie des Robert-Koch-Instituts hervor. Die erste Datenerhebung der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) fand von 2003 bis 2006 statt und ergab eine Prävalenzrate von 15 % bei Übergewicht und 6,3 % bei Adipositas. Die nun veröffentlichten Ergebnisse der zweiten KiGGS-Erhebung ergeben eine Prävalenzrate von 15,4 % für Übergewicht und 5,9 % für Adipositas. Dabei gibt es keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen. Laut der Studie sind Kinder und Jugendliche aus wirtschaftlich schwachen Verhältnissen viermal so häufig von Übergewicht und Adipositas betroffen wie Altersgenossen mit hohem sozialökonomischem Status. Vor allem mangelnde Bewegung und den Konsum zuckerhaltiger Getränke sehen die Forscher als Ursachen der Gewichtsprobleme. Durch den Bewegungsmangel schlagen die zuckerhaltigen Getränke besonders an, auf die rund 17 % der Mädchen und 22 % der Jungen stehen.