Fachforum
Naturheilpraxis 12/2021

Über die Ergänzung der Nahrung

Teil 2: Vitamin D und Jod

Es gibt einige Mikronährstoffe, die unabhängig von der Ernährung bei allen Menschen mehr oder minder stark im Mangel oder zumindest nicht optimal ausgestattet sind. Im Teil 2 der Reihe "Über die Ergänzung der Nahrung" beleuchten wir das Vitamin D und das Spurenelement Jod, die in der Praxis immer wieder auffällig sind und eine immense Rolle für die Gesunderhaltung des Körpers spielen.

Ein Beitrag von Michael Schlimpen
Lesezeit: ca. 9 Minuten
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Die Häufigkeit verschiedener Erkrankungen, wie zum Beispiel der Multiplen Sklerose, zeigt einen deutlichen Anstieg, je weiter die Menschen vom Äquator entfernt wohnen. Dies lässt darauf schließen, dass Vitamin D bei der Entstehung der MS eine wichtige Rolle spielt. Mittlerweile ist dieser Zusammenhang mit Daten gut belegt (1).

Bezüglich Vitamin D werden wir immer wieder mit Unwissenheit seitens der Patienten konfrontiert. Regelmäßig hören wir Sätze wie: „Das brauche ich nicht, ich bin auch im Winter viel draußen.“ oder sogar: „Mein Arzt hat gesagt, dass man das nicht einnehmen muss. Es reiche, wenn ich täglich eine halbe Stunde draußen bin.“

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) schreibt auf ihrer Website, dass Vitamin D nicht ausreichend über die Ernährung zugeführt werden kann, sondern zusätzlich durch UVB-Exposition oder Supplemente ergänzt werden muss (2). In diesem Satz finden wir das entscheidende Detail. Es ist nicht die Rede von Sonneneinstrahlung, sondern von UV-B-Strahlung. Und die ist – je nach Breitengrad – eben nicht ganzjährig ausreichend. In einem weiteren Artikel auf der DGE-Seite liest man: „Die körpereigene Vitamin-D-Bildung in der Haut ist abhängig von Breitengrad, Jahres- und Tageszeit, Witterung, Kleidung, Aufenthaltsdauer im Freien sowie dem Hauttyp. In Deutschland reicht die Stärke der Sonnenbestrahlung nur ca. 6 Monate im Jahr aus, um eine ausreichende Vitamin-D-Bildung zu gewährleisten.“ (3)

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Naturheilpraxis 12/2021

Erschienen am 01. Dezember 2021