„Die heutige Lebensart ist voller Stress. Können auch nur einige von uns den inneren Frieden spüren, wird er sich auf die anderen, die ihn brauchen, übertragen“, schreibt der Homöopath Dr. Mohinder Singh Jus, Gründer der SHI Homöopathie Schule in der Schweiz. Die Vision von der „ansteckenden Ruhe“ ist ein schönes Bild, doch schwierig umzusetzen, wenn es sich beim Stress nicht nur um ein vorübergehendes Geschehen handelt, sondern er sich im Körper quasi „eingefleischt“ hat – in Form einer chronisch über ihrem Limit arbeitenden Schilddrüse. Deren Überfunktion, die Hyperthyreose, ist ein mittlerweile auffällig häufig vorkommendes Krankheitsbild des beginnenden 21. Jahrhunderts.

Hyperthyreose ist ein komplexes Geschehen. Definiert wird sie als ein klinisches Syndrom, das durch eine übermäßige Schilddrüsenhormonkonzentration im Blut entsteht. Ihre möglichen Ursachen sind vielfältig – sie differenzialdiagnostisch sauber zu unterscheiden, ist eine entscheidende Voraussetzung für die Wahl der richtigen Therapie.

Ursachen einer Schilddrüsenüberfunktion

Morbus Basedow

Bei der Basedow-Erkrankung handelt es sich um eine durch Autoantikörper ausgelöste Hyperthyreose. Typische Symptome sind die üblichen Beschwerden wie Unruhe, Gewichtsverlust, Schweißausbrüche, Herzrasen etc., dazu gesellen sich oft eine Struma und ein Exophthalmus. Darunter versteht man unnatürlich vergrößerte, fast aus den Höhlen quellende Augäpfel mit Bindehautrötung, Augenmuskellähmung und dem Sehen von Doppelbildern. Das Graefe-Zeichen, also das Zurückbleiben der Oberlider beim Blick nach unten, ist ein typischer Hinweis auf dieses „endokrine Ophthalmopathie“ genannte Symptom. Typisch für Morbus Basedow sind auch prätibiale Myxödeme.
Beim Morbus Basedow sind das freie T3 und das freie T4 erhöht, TSH ist supprimiert, außerdem lassen sich die Schilddrüsenantikörper TRAK und Anti-TPO-AK nachweisen.