Allgemein gilt starker Alkoholkonsum als Risikofaktor für arterielle Hypertonie, bei Typ-2-Diabetikern steigt das Bluthochdruckrisiko jedoch bereits bei deutlich geringeren Trinkmengen drastisch an. Das hat eine US-amerikanische Studie gezeigt, für welche die Daten von 10 200 Probanden ausgewertet wurden, die unter anderem zu ihren Trinkgewohnheiten befragt wurden. Als geringer Alkoholkonsum galten ein bis sieben Drinks pro Woche, als mäßiger Konsum acht bis 14 und als starker Konsum über 15 Drinks pro Woche. Ein Drink war definiert als 12 Gramm Alkohol, was ungefähr einem kleinen Bier (330 ml), einem Achtel Wein (125 ml) oder einem Shot (40 ml) hochprozentigem Alkohol entspricht. Während bei geringem Konsum kein signifikanter Blutdruckanstieg oder ein erhöhtes Risiko für Hypertonie festgestellt werden konnte, erhöhte sich das Bluthochdruckrisiko bei Typ-2-Diabetikern ab acht Drinks pro Woche drastisch: Das Risiko für einen erhöhten Blutdruck (systolisch 120–129 mmHg, diastolisch < 80 mmHg) nahm dadurch bereits um 79 % zu. Das Risiko für eine Hypertonie ersten Grades (systolisch 130–139 mmHg, diastolisch 80–89 mmHg) stieg um 66 % und das für eine Hypertonie zweiten Grades (systolisch ≥ 140 mmHg, diastolisch ≥ 90 mmHg) um 62 %.

Quelle

Medical Tribune. n.rpv.media/3fp