Forscher aus Massachusetts untersuchten, ob ein Zusammenhang zwischen der Ernährungsweise und dem Beginn der Wechseljahre besteht. Hierfür werteten sie die Daten einer Langzeitstudie aus. Von den fast 86 000 relevanten Teilnehmerinnen trat die Menopause bei etwa 2 000 vor dem 45. Geburtstag ein. Im Fokus der Auswertung stand die Zusammensetzung der täglichen Proteinaufnahme, also ob die Versuchspersonen hauptsächlich pflanzliches oder tierisches Eiweiß zu sich nahmen. Außerdem erhoben die Forscher mögliche Einflussfaktoren, wie etwa BMI, Nikotin- und Alkoholkonsum oder Stilldauer.
Aufgrund der verzehrten Menge pflanzlicher Proteine wurden die Teilnehmerinnen in Gruppen eingeteilt. Dabei stellten die Forscher fest, dass die Frauen mit der höchsten Aufnahmemenge im Vergleich zur Gruppe mit dem niedrigsten Wert ein um 16 Prozent geringeres Risiko für einen vorzeitigen Beginn der Menopause aufwiesen. Diese Frauen verzehrten hochgerechnet auf einen Tagesumsatz von 2 000 Kilokalorien etwa 33 Gramm pflanzlicher Proteine, was drei bis vier Mahlzeiten mit Tofu oder Nüssen entspricht. Ein Zusammenhang zwischen dem Verzehr tierischer Proteine und dem Beginn der Wechseljahre konnte nicht festgestellt werden.