Schmerz ist immer therapiebedürftig. Eine Chronifizierung und langfristig die Herausbildung eines sogenannten Schmerzgedächtnisses müssen verhindert werden. Schmerzzustände verschiedenster Genese können innerlich gut mit pflanzlichen Tinkturen sowie äußerlich mit Kräutersalben therapiert werden.

Das Schmerzempfinden jedes Patienten ist unterschiedlich und die Schmerzqualität kann verschiedene Ausprägungen annehmen: dumpfe, stechende, aber auch drückende bis hin zu beißenden und einschießenden Schmerzen. Das ist tägliche Routine jedes Schmerztherapeuten. Oft ist die Art des Schmerzes bereits ein Indiz für die Schmerzursache. So stellen sich Nervenschmerzen oft als heller, stechender Schmerz dar; Schmerzen der inneren Organe dagegen werden oft als dumpf wahrgenommen.

Ein wichtiges Kriterium ist die Unterscheidung in akute und chronische Schmerzen. Bei akuten Schmerzen kann es notwendig und sinnvoll sein, den Schmerz mit einem Wirkstoff der allopathischen Schulmedizin zu durchbrechen und mit naturheilkundlichen Tropfen die akute Schmerzbehandlung bei Bedarf lediglich zu unterstützen. Kräutertinkturen bieten sich bei solchen akuten Schmerzzuständen eher an als Kräutersalben. Bei der Behandlung chronischer Schmerzen dagegen ist es hilfreich, den Schmerz von innen und zugleich von außen zu behandeln. Mit okklusiven Salbenverbänden, z. B. über Nacht, kann man die äußerliche Aufnahme der Wirkstoffe über die Hautbarriere noch einmal verbessern.