Schwerpunkt
Naturheilpraxis 03/2021

Tinkturen bei Stress und Burn-out

Die meisten von uns sind immer mehr Erwartungen und durch den ständigen Vergleich mit Anderen einem Druck ausgesetzt, der eben nicht nur im Berufsleben zu ertragen sein muss, sondern heutzutage auch im Privaten. Denn Facebook, Instagram, Twitter und andere sind 24 Stunden und 7 Tage die Woche online und manchmal verlässt ein Mensch diese Onlinespirale überhaupt nicht mehr richtig.

Ein Beitrag von Tobias Müller
Lesezeit: ca. 10 Minuten

Begriffe wie Stress und Burn-out haben in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Man möchte fast sagen, sie seien mittlerweile inflationär in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Liegt es daran, dass durch die Digitalisierung unserer Welt alles zu schnell geworden ist und keine klaren Grenzen mehr gezogen werden können zwischen dem Aufnehmen von Nachrichten und dem (digitalen) Abschalten? Oder liegt es daran, dass auch im Berufsleben nur noch schwer ein klarer Strich zu ziehen ist zwischen Arbeits- und Freizeit? Immer und überall erreichbar sein zu müssen, wird mehr und mehr zur Bürde und setzt vielleicht zu hohe Erwartungen in Menschen, unter denen sie oft unbewusst ächzen und ausbrennen.

Als Gegenbewegung hat sich das sogenannte „Digital Detox“ etabliert, ein Lebensstil, der en vogue zu sein scheint, mit dem man sich unabhängig und frei zeigen will. Doch wie oft und wie lange funktioniert „Digital Detox“ überhaupt? Ab wann hat der einzelne Mensch einen Nutzen davon? Alles ungeklärte und äußerst individuelle Fragen.

Oder liegt die Omnipräsenz des Begriffs „Burn-out“ schlichtweg daran, dass es kein Tabuthema mehr ist, unter Burn-out zu leiden? Ist es vielleicht sogar so, dass heute zu viele Menschen glauben, wenn sie nie an dieser Grenze gestanden hätten, dann hätten sie einfach nur nicht hart genug gearbeitet und nicht genügend geleistet?