Nach chirurgischen Eingriffen oder Verletzungen sowie während stationären Behandlungen oder bei akuten Erkrankungen besteht infolge der notwendigen Bewegungsarmut ein erhöhtes Risiko für venöse Thromboembolien. Aus diesem Grund erhalten die betroffenen Patienten eine individuelle Thromboseprophylaxe, die sich nach dem zu erwartenden Risiko richtet.

Das Risiko für venöse Thromboembolien hängt von mehreren Faktoren ab: Patienten, die schon einmal von einer tiefen Beinvenenthrombose betroffen waren, haben ein hohes Risiko, erneut zu erkranken – ebenso ihre Verwandten ersten Grades. Zudem steigt die Gefahr unter anderem mit zunehmendem Lebensalter, bei Adipositas oder mit der Einnahme von Hormonen. Außerdem hängt das Risiko von der Art des Eingriffs, der zugrundeliegenden Erkrankung und der damit einhergehenden Immobilisation ab (1).