Der Tennisellenbogen ist schwierig zu behandeln und es gibt viele unterschiedliche Therapieansätze. Häufig werden Kortikoidinjektionen eingesetzt – diese scheinen jedoch nicht die effektivste Therapieoption zu sein. Das hat eine internationale Metaanalyse gezeigt, die die Linderung von Schmerz und Beweglichkeitseinschränkung durch Kortikoidinjektionen und gezieltes Training verglich. In die Analyse wurden 30 randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt rund 2 100 Teilnehmern eingeschlossen. Verglichen wurden die primären Endpunkte subjektive Besserung, Schmerzintensität, schmerzfreie Griffstärke und funktionelle Einschränkung. In allen Punkten schnitt gezieltes Training besser ab als die beliebten Kortikoidinjektionen. Durch Training konnten Schmerz und funktionelle Einschränkung kurz- und langfristig verbessert werden. Zwischen konzentrisch-exzentrischen und rein exzentrischen Übungen konnte kein Unterschied festgestellt werden. Da die ausgewerteten Studien ein hohes Verzerrungsrisiko aufwiesen und das Ausmaß der Veränderungen generell gering war, sei die Aussagekraft der Analyse jedoch eingeschränkt. Die Forscher plädieren dennoch dafür, dass Kräftigungs- und Dehnübungen die erste Wahl in der Therapie der Epicondylitis lateralis sein sollten.

Quelle

Medical Tribune. n.rpv.media/2hl