Weltweit gesehen ist der Tee eines der beliebtesten Getränke. Es löscht nicht nur den Durst, sondern fungiert sprichwörtlich als „Balsam für die Seele“. Neuere Versuche maßen dem Tee positive Auswirkungen auf Schlafqualität und Depressionen bei. Diese Effekte waren jedoch überwiegend kurzzeitiger Natur. Deshalb setzte sich eine Forschergruppe aus Singapur zum Ziel, einen möglichen Zusammenhang zwischen langjährigem Teekonsum und Angst- bzw. depressiven Symptomen herzustellen.
An der Untersuchung nahmen 642 Personen ab 60 Jahren teil, von denen knapp 60 Prozent seit mehr als 15 Jahren regelmäßig Tee tranken. Die Teilnehmer unterschieden sich nicht wesentlich in Alter, Herkunft oder Wohnsituation. Allerdings gab es mehr männliche als weibliche Teetrinker. Es stellte sich heraus, dass Teetrinker im Vergleich zur Kontrollgruppe weniger depressive oder Angstsymptome aufwiesen. Dieser Unterschied blieb auch nach Berücksichtigung von Altersunterschieden, Ausbildung oder ähnlichen Faktoren bestehen. Auch Begleiterkrankungen wie Herzerkrankungen, Diabetes oder langjähriger Kaffeekonsum veränderten das Ergebnis nicht grundlegend.