Kopfschmerz, Übelkeit, Lichtempfindlichkeit – Migräne ist eine Erkrankung mit vielen möglichen Begleiterscheinungen. Bislang gibt es noch kein Gegenmittel, lediglich einige Symptome lassen sich akut oder prophylaktisch behandeln. Neurologen aus China begaben sich deshalb auf die Suche nach einer neuen Therapiemöglichkeit und fassten dabei eine Kräuterzubereitung der TCM ins Auge. Diese besteht aus der getrockneten Wurzel des Ligustici chuanxiong, welcher auch mit dem europäischen Liebstöckel verwandt ist.
In einer Übersichtsstudie verglichen die Forscher die Ergebnisse von 19 Untersuchungen mit insgesamt 1 832 Teilnehmern. Die Probanden erhielten die Chuanxiong-Zubereitung, die Kontrollgruppen entweder ein Placebo oder konventionelle medikamentöse Therapie. Die Analyse der Daten ergab, dass die Schmerzintensität durch die TCM-Kräuter messbar verbessert werden konnte. Außerdem verringerten sich im Vergleich zur Kontrollgruppe sowohl Häufigkeit als auch Dauer der Migräneattacken: Die Probanden litten im Mittel unter 0,65 Attacken weniger im Monat, auch die Zahl der Migränetage sank um durchschnittlich 0,74.