Ein Tennisellenbogen kann über Monate hinweg sehr schmerzhaft sein und den Einsatz des betroffenen Armes bzw. der Hand erheblich einschränken. Zur Behandlung hat sich neben einer ganzen Reihe von Therapiekonzepten auch der Einsatz von Tapes sehr bewährt.

Der Tennisellenbogen, auch Epicondylitis radialis humeri genannt, resultiert aus einer Überlastung der Sehnenursprünge des M. extensor carpi radialis longus und brevis (Abb. 1). Häufige Auslöser können ungünstige und einseitige Körperhaltungen am PC sein, aber auch Instabilitäten und degenerative Veränderungen an der Halswirbelsäule, der Schulter und am Handgelenk (1).

Abb. 1: M. extensor carpi radialis longus (blau) und brevis (lila)Bianca Peters
Abb. 1: M. extensor carpi radialis longus (blau) und brevis (lila)

Tennisellenbogen aus ganzheitlicher Sicht

Die Sehnen und ihre Ursprünge werden in der Akupunktur dem Funktionskreis Leber/Gallenblase zugeordnet. Erkrankungen und Schwächen dieser Organe können zu einem chronischen oder immer wiederkehrenden Tennisellenbogen führen (2). Betrachtet man den Verlauf einzelner Meridiane, fällt auf, dass der Akupunkturpunkt Di11 der Dickdarm-Leitbahn einen direkten Bezug zum häufig palpierten Schmerzpunkt am Sehnenursprung hat. In Tabelle 1 werden mögliche Erkrankungen zusammengefasst.