Nach einem Schlaganfall treten bei rund einem Drittel der Betroffenen Depressionen auf, die häufig mit Angstzuständen, Stress und schlechtem Schlaf einhergehen. Tai-Chi fördert die allgemeine Entspannung von Körper und Geist, kann helfen, Stress und Ängste zu reduzieren und den Schlaf zu verbessern. Verschiedene Studien haben auch einen positiven Einfluss auf depressive Symptome nachgewiesen. Eine kleine Machbarkeitsstudie hat nun gezeigt, dass Tai-Chi bei Schlaganfall-Patienten mit milden bis moderaten Depressionssymptomen die Symptome lindern und die geistige Gesundheit fördern kann. Insgesamt nahmen elf Patienten und Patientinnen an der achtwöchigen Studie teil. Im Studienzeitraum besuchten sie dreimal pro Woche einen Tai-Chi-Kurs; zudem wurden in dieser Zeit Symptome für Angst, Stress und Depression bei den Betroffenen mithilfe eines standardisierten Fragebogens erfasst. Außerdem ermittelte ein Bewegungssensor die Schlafdauer und -qualität und mittels Blutproben wurde der oxidative Stress bestimmt. Bis zum Studienende sanken die Symptome für Angst, Stress und Depression signifikant und auch die Marker für oxidativen Stress sanken. Zudem verbesserte sich die Schlafqualität durch die Intervention deutlich.

Quelle

Gelbe Liste Online. n.rpv.media/3mq