US-amerikanische Forscher fanden in einer Studie heraus, dass Tai-Chi die Symptome bei Fibromyalgie teilweise besser lindert als die konservative Behandlung mit einem Ausdauertraining. An der randomisierten Untersuchung nahmen 226 Probanden mit einem Durchschnittsalter von 52 Jahren teil. Etwa zwei Drittel der Teilnehmer wurde in fünf Gruppen unterteilt, die mehrmals wöchentlich Tai-Chi-Übungen ausführten. Die Kontrollgruppe bestand aus 75 Teilnehmern, die leichtes Ausdauertraining absolvierten.
Zu Beginn der Studie und ein halbes Jahr danach erhoben die Wissenschaftler Daten anhand eines Fragebogens. Ein Vergleich der Werte ergab für alle Teilnehmer zwar eine Verbesserung, die Ergebnisse der Tai-Chi-Gruppe waren jedoch insgesamt um 5,5 Punkte besser. Die Forscher beurteilten die Effekte der Übungen zudem als dosisabhängig: Je öfter Tai-Chi ausgeführt wurde, desto deutlicher stellten sich die Unterschiede zur Kontrollgruppe heraus.
Auch wirkten sich die Übungen positiv auf Gelenkbeschwerden, Angstzustände und Bewältigungsstrategien der Teilnehmer aus. Mit steigender Dosis verbesserte sich die allgemeine Zufriedenheit der Patienten, die Depressionsrate sank.