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Naturheilpraxis 05/2022

Tabuthema Verstopfung

Welche Arten gibt es und wie ist der Zusammenhang zu unserer Lebensweise?

Verstopfung ist ein Zustand, der in Bezug auf Ursache und Schweregrad heterogen ist. Es kann sich dabei um ein rein physiologisches Merkmal handeln, in anderen Fällen um ein Zeichen einer lebensbedrohlichen Krankheit. Umso wichtiger ist es, das Thema in unserer Gesellschaft zu enttabuisieren.

Ein Beitrag von Lena Grillmeier
Lesezeit: ca. 6 Minuten
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Was meinen wir, wenn wir von Verstopfung sprechen? Im Allgemeinen handelt es sich um Schwierigkeiten bei der Defäkation. Nach medizinischer Definition liegt ein Problem vor, wenn die Entleerung weniger als dreimal pro Woche geschieht. Unwohlsein, ein Gefühl von unvollständigem Stuhlgang, Schweregefühl im Bauch und im Verlauf des Dickdarms sind die Folgen. In schwereren Fällen kann es zu Schmerzen, Übelkeit und Kopfschmerzen kommen. Erfolgt der Stuhlgang nur noch einmal pro Woche oder sogar seltener, kann das zu einer Vergiftung durch zurückgehaltene Abfallprodukte führen; auch das Risiko eines Hämorrhoidalleidens ist erhöht. Verstopfung kann sogar zu Darmverschluss und Ileus führen, was einen medizinischen Notfall darstellt und einen chirurgischen Eingriff erfordern kann. Je nach Dauer wird in episodische Verstopfung und chronische Verstopfung (12 Wochen Verstopfung innerhalb der letzten 6 Monate) unterteilt.

Der normale Stuhlgang erfolgt in der Regel einmal am Tag, meist morgens. Er hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel von der Anatomie des Darms und der Beschaffenheit des Darmgefäßsystems. Weitere Faktoren sind unter anderem die Flüssigkeitszufuhr, die Art der verzehrten Lebensmittel, die körperliche Aktivität im Alltag sowie der emotionale und geistige Zustand der Person. Daher muss die Diagnose einer Verstopfung unbedingt mit einer ausführlichen Befragung zu all diesen Punkten einhergehen.

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Naturheilpraxis 05/2022

Aktuelle Ausgabe
Erschienen am 03. Mai 2022