Synergieeffekte von Arzneipflanzen und Medikamenten bieten vielfältige Möglichkeiten für eine Therapieoptimierung. Exemplarisch werden die Potenziale einer integrativen Therapie hier am Beispiel von Analgetika, Antiphlogistika, Antidiabetika und Lipidsenkern dargestellt. Dabei wird deutlich, dass man nicht alle Arzneipflanzen beliebig zusammen mit Medikamenten anwenden kann, da einige Kombinationen auch mit Risiken verbunden sein können.

Die integrative Therapie erfreut sich hierzulande zunehmender Beliebtheit. Während die Kombination von westlich geprägter Schulmedizin und traditioneller chinesischer Medizin in China, Japan, Korea oder Taiwan schon lange fester Bestandteil des medizinischen Alltags ist, müssen die Chancen, die mit einem schulen- und methodenübergreifenden Therapieansatz zum Wohle des Patienten verbunden sind, in unseren Breitengraden erst noch entdeckt werden. Aus Studien weiß man inzwischen, dass Patienten durch die Kombination von Akupunktur oder Phytotherapie mit bestimmten Medikamenten oftmals weniger Arzneimittel benötigen oder diese besser vertragen. Vielfach stellen sich auch Therapieerfolge schneller ein. Darüber hinaus kann die integrative Therapie einen wichtigen Beitrag zur individualisierten Medizin leisten, wenn unterschiedliche Herangehensweisen der verschiedenen Methoden sinnvoll verknüpft werden (1).