Schwerpunkt
Naturheilpraxis 06/2018

Symphytum officinale

Damit zusammenwächst, was zusammengehört

Porträt einer Heilpflanze, die zu den besten Phytotherapeutika für die Behandlung von Knochenerkrankungen und Sportverletzungen zählt.

Ein Beitrag von Margret Rupprecht
Lesezeit: ca. 6 Minuten
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„Wenn manndieß Kraut samt der wurtzelwol in dem Wasser zu einem Bad siedet und die jungen Wittweiber darinnen bißweilenbaden macht, so werden sie wider gleich als die Jungfrauen.“

Schön wär’s! Wenn sich auch heute pharmakologisch und klinisch nachweisen lässt, dass Symphytum officinale (Beinwell) in hohem Maße regenerative Vorgänge fördert – für die Umwandlung älterer Damen in junge Mädchen reichen seine Kräfte dann doch nicht, auch wenn der Botaniker Theodor Zwinger dies 1696 in seinem Theatrum botanicum glauben machen will. Nichtsdestotrotz geht seine begeisterte Beobachtung in die richtige Richtung: Symphytum beschleunigt die Regeneration von Häuten, Schleimhäuten und Knochen erheblich – und das hat seinen Grund.

Pharmakologie

Die drei wichtigsten Wirkstoffe des Beinwells sind Allantoin – ein mit Harnsäure verwandtes Purinderivat – Rosmarinsäure und Schleimstoffe (Polyfructosane). Alle drei Wirkstoffgruppen sind von hoher Relevanz, vor allem auch in ihrer Kombination und gegenseitigen Wechselwirkung. Allantoin ist heute vielen Anwendern als Bestandteil von Kosmetika und Körperpflegeprodukten bekannt. Es wirkt wundsekretsteigernd und fördert darüber die Abstoßung von Toxinen und Keimen aus der Wunde. Außerdem fördert Allantoin die Granulation. Die antientzündliche, antioxidative und schmerzlindernde Wirkung von Symphytum geht vor allem auf die Rosmarinsäure zurück, während die Schleimpolysaccharide lokal antientzündlich wirken. Bei der lokalen Anwendung von Beinwell lässt sich außerdem eine Durchblutungssteigerung beobachten.

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Naturheilpraxis 06/2018

Erschienen am 01. Juni 2018