Wie sehr werden Erwerbstätige durch die Arbeit mit digitalen Technologien belastet und beansprucht? Dieser Frage sind Forscher der Universität Augsburg in Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Projektgruppe Wirtschaftsinformatik nachgegangen. Es ist die bislang umfangreichste repräsentative Befragung zum digitalen Stress in Deutschland. Die Studie zeigt, dass digitaler Stress über alle Regionen, Branchen und Tätigkeitsarten hinweg feststellbar ist und zu einer deutlichen Zunahme gesundheitlicher Beschwerden führt. Typische Symptome sind Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, allgemeine Müdigkeit und verringerte Leistungsfähigkeit, die zu einer schlechteren Work-Life-Balance führt. Besonders ausgeprägt ist der Stress in der Gruppe der 25- bis 34-jährigen Arbeitnehmer, und Frauen leiden mehr darunter als Männer. Sowohl für Frauen als auch für Männer ist der größte Stressor dabei die Verunsicherung im Umgang mit digitalen Technologien, gefolgt von deren Unzuverlässigkeit und der Überflutung aller Lebensbereiche damit. Um den digitalen Stress zu reduzieren, muss Kompetenz im Umgang mit den Technologien vermittelt werden, außerdem brauchen digital Beanspruchte Strategien zur Stressbewältigung.