Schwerpunkt
Naturheilpraxis 04/2019

Stressbelastete Patienten durch Ausleitung in Balance bringen

Patienten bringen ihre vielseitigen körperlichen Beschwerden nicht mit Stress in Verbindung, da sie diesen häufig nicht bewusst wahrnehmen. Zu den Auslösern zählen neben den psychischen auch äußere Faktoren: Schwermetalle, Umweltgifte und Elektrosmog gehören zu den externen Stressoren und können auf Dauer krank machen. Ausleitende Maßnahmen haben sich bei Dauerstress bewährt, um Patienten auf körperlicher und psychischer Ebene wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Ein Beitrag von Claudia Rutenkolk
Lesezeit: ca. 7 Minuten
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Stressassoziierte Beschwerden äußern sich sowohl psychisch, z. B. durch Schlaflosigkeit und Erschöpfung, als auch körperlich, z. B. durch Allergien, Migräne, Hormonstörungen, Entzündungen, Übergewicht und Muskel-/Gelenkschmerzen. Unbewusste Stressoren können bis zu 70 % aller Stressursachen ausmachen, werden aber oft nicht erkannt, da die Beschwerden sehr vielfältig sein können (s. Abb. 1). Daher wundert es nicht, dass die meisten Patienten eine Odyssee durch viele Facharztpraxen hinter sich bringen, ohne eine schlüssige Erklärung für ihr Befinden zu erhalten. Hier ist unsere Hilfe als Therapeut gefragt.

Stressfaktoren

Folgen

Termin- und Leistungsdruck
sozialer Stress: u. a. Beziehung, Generationenkonflikt, Mobbing
äußere Stressoren: u. a. Lärm, Umweltgifte (z. B. Pestizide), Schwermetalle, Elektrosmog
unbewusste Stressoren: u. a. Perfektionismus, antizipierter Stress, Defizit-Gedanken („sich nicht gut genug fühlen“), pessimistische Grundhaltung
traumatische Erfahrungen: u. a. Krieg, Vertreibung, Missbrauch, schwere Krankheit oder Verlust eines geliebten Menschen