Die Deutschen sind gestresst wie nie: Rund 80 Prozent der Bürger litten im vergangenen Jahr unter Stress. Besonders betroffen waren Berufstätige im Gesundheits- und Pflegebereich, hier gaben 91 Prozent an, in den zurückliegenden Monaten Stress gehabt zu haben. Zudem fühlten sich Frauen im häufiger gestresst (84 %) als Männer (76 %), wie die aktuelle Stressstatistik zeigt. Da psychische Belastungen bereits vor der Coronapandemie die Hauptursache für Berufsunfähigkeit waren, ist diese Entwicklung bedenklich. Für die Erhebung befragte YouGov im Auftrag des Versicherungsunternehmens Swiss Life im August 2020 repräsentativ 2 158 deutsche Bürger ab 18 Jahren online. Als Gründe für Stress im Beruf wurden am häufigsten Zeitdruck (55 %), eine zu große Aufgabenmenge (47 %) und eine unangenehme Arbeitsatmosphäre (35 %) genannt. Jeweils gut ein Fünftel nannte Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes sowie den fehlenden Ausgleich durch wegfallende Freizeitaktivitäten und/oder wegfallenden Urlaub aufgrund der Coronabeschränkungen als Stressgründe. Am häufigsten wird versucht, dem Stress mit Entspannungsübungen oder Bewegung entgegenzuwirken. Rund ein Drittel der Befragten gab jedoch zu, keine Maßnahmen zur Stressreduktion zu ergreifen. 

Quelle

Swiss Life AG