Störfelder sind bei bis zu 30 % aller Patienten mit chronischen oder rezidivierenden, schwer therapierbaren Beschwerden Mitverursacher des Krankheitsbildes. Darum ist das Thema von großer Bedeutung und soll im folgenden Beitrag differenziert betrachtet werden.

„… und dann habe ich noch die Narben entstört.“ Oft habe ich diesen Satz von Seminarteilnehmern gehört. Meine Rückfragen „Wieso entstört? Du hast die Narben behandelt. Woher weißt du, ob sie ‚gestört‘ haben, und wenn ja, was und wie?“ lösen regelmäßig Erstaunen aus. Anscheinend wird in unterschiedlichen therapeutischen Kontexten unterrichtet, dass alle Narben zu entstören seien. Wohlgemerkt geht es nicht darum, symptomatisch Narben mit Missempfindungen oder Schmerzen zu behandeln oder Narben, die jucken oder verquollen sind.