Menschen mit Herzerkrankungen sollten sportliche Betätigung nicht scheuen. Kardiologen sehen die sportliche Aktivität bei Herzpatienten sogar in fast allen Fällen als ein Muss an, auch wenn sie moderates Training vorziehen sollten. Bei Patienten mit vorangeschrittenen Herzerkrankungen kann regelmäßiges Training das Risiko eines zu frühen Tods reduzieren. Eine Arbeitsgruppe in der „European Society of Cardiology“ (ESC) hat erstmalig Leitlinien für sportliche Aktivitäten bei herzkranken Menschen zusammengetragen. Herzkranken wird zu mindestens 150 Minuten moderatem Training pro Woche geraten, das sich aus Krafttraining mit leichten Gewichten und Ausdauertraining zusammensetzen sollte. Bei einigen Erkrankten sei zwar Vorsicht geboten, zum Beispiel wenn sie Herzschrittmacher tragen, doch insgesamt habe regelmäßiges Training viel mehr Vor- als Nachteile. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine sportliche Übung ein kardiovaskuläres Ereignis wie einen Herzinfarkt auslöst, ist laut der ESC extrem niedrig. Für welche Art der sportlichen Betätigung sich Herzkranke entscheiden, sei sekundär. Hauptsache sie finden Spaß daran und bewegen sich regelmäßig.

Quelle

Ärzteblatt. n.rpv.media/1wx