Das familiäre Risiko für Typ-1-Diabetes lässt sich durch Bewegung im Kindesalter reduzieren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Helmholtz-Zentrums München. Sogar Kinder mit einem erstgradig verwandten Typ-1-Diabetiker in der Familie können durch Bewegung ihre Insulinsensitivität verbessern. Solche Kinder haben selbst ein erhöhtes Risiko für Diabetes und Übergewicht. Für die Studie wurden die Daten von 234 Kindern im Alter von durchschnittlich zehn Jahren analysiert, die alle mindestens einen Verwandten ersten Grades mit Typ-1-Diabetes hatten. Von ihnen wurden stoffwechselbezogene Daten, Entzündungsmarker im Blut und Angaben zur körperlichen Aktivität erhoben. Außerdem wurde ein oraler Glukose-Toleranz-Test durchgeführt. Diejenigen Kinder, die moderat bis stark körperlich aktiv waren, hatten durchweg bessere Testergebnisse. Bei ihnen wurde der zugeführte Zucker schneller abgebaut, und sie hatten niedrigere Insulin- und C-Peptid-Spiegel. Bewegung, z. B. beim Spielen im Freien, kann also eine sinnvolle Präventionsstrategie bei familiärem Diabetesrisiko sein.